Produktbeschreibung
Sistema Solera
Costa Rica
Karaffe in Geschenkpackung
40% vol. - 0,7 l
Auszeichnung:
2011: Spirituose des Jahres und Grosses Gold bei dem Internationalen Spirituosenwettbewerb (ISW)
Nase: Tief, äußerst komplex und fein ausgewogen, Vanillin aus Eichenholz, karamellisierte Orangenzesten, Marzipan, Humidor mit feinen Zigarren, Leder, Bergblütenhonig, frische Kaffeebohnen, Kolanuss, nasse Erde, Hauch Minze und ätherische Kräuter, Muskat und Zimt, alles wie im Karussell auftauchend, aber kein Aroma hervorstechend.
Geschmack: Weiche, verführerische Wellen getragen von den Leitaromen Karamell, Kaffee und Vanille, die in die große Tiefe dieser süßlich-herben Sünde leiten, zeigen die dreißigjährige Reife. Die beinahe viskose Essenz zeigt sich erstaunlich trinkig.
Abgang: Erst im epischen Abgang können die Geschmacksnerven erahnen, aus welcher Vielzahl an Geschmackselementen dieser Ron besteht. Die in der Nose beschriebenen Aromen hallen echoartig am Gaumen wieder, und das für Stunden. Es überkommt einen das Verlangen nach einem zweiten Glas - oder aber auch einer schönen Zigarre.
RUM-HERSTELLUNG:
Ernte: Rum Plantation wird aus dem Zucker des Zuckerrohrs hergestellt. Bei der Ernte werden die Stengel des Zuckerrohrs knapp über dem Erdboden von Hand gekappt. Die Blätter werden bereits auf dem Feld entfernt und die Stengel zur Weiterverarbeitung zur Destillerie oder in eine Zuckermühle transportiert.
Fermentation: Nachdem das Zuckerrohr in der Destillerie nach Art und Qualität sortiert wurde, wird es gepresst. Eine Tonne Zuckerrohr ergibt eine Ausbeute von 600 Litern Saft. Danach wird dem Zuckerrohrsaft zur besseren Fermentierung Hefe zugegeben. Nun erfolgt eine 24 bis 48 Stunden dauernde Vergärung zu einem Endprodukt mit 4 bis 5 % vol. Alkohol.
Destillation: Die entstandene Maische muß jetzt nur noch destilliert werden. Es können bei der Rum-Herstellung 2 unterschiedliche Verfahren zur Destillation verwendet werden. Einmal die Destillation mittels Brennblasen. Dieses Verfahren wird bereits seit über 700 Jahren verwendet. Die frühesten Brennblasen waren sehr klein, später wurde das Fassungsvermögen erhöht. Die mit Holz befeuerten Brennblasen können Rum mit einem Alkoholgehalt von 70% vol. erzeugen. Durch eine zweite Destillation ist es möglich, diesen Gehalt auf mehr als 80% vol. zu steigern. Zweifach destillierter Rum enthält mehr Alkohol, dafür jedoch weniger an anderen unerwünschten Gärprodukten. Seit 1651 ist es daher üblich, auf den Inseln mit Hilfe von Destillierkolben in einem Durchgang doppelt zu destillieren. Aus 15 Liter Maische entsteht so nur ca. 1 Liter Rum. Dieser Prozess ist sehr arbeitsintensiv, da zuerst die Brennkessel befüllt werden müssen, die Maische zum Kochen gebracht wird und dann der Kessel wieder geleert wird. Danach beginnt der gleiche Prozess wieder von vorne.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die s.g. „kontinuierliche Destillation“ im säulenförmigen Brennapparat aus Kupfer und Edelstahl entwickelt. Die Maische wird hier von oben, an der Spitze der Säule eingefüllt. Auf ihrem Weg nach unten wird sie durch aufsteigenden Wasserdampf erhitzt. Hierbei verdampft der in der Maische enthaltene Alkohol.
Die Vorteile der kontinuierlichen Destillation liegen in der größeren Verarbeitungskapazität und der Gleichmäßigkeit der Produktion. Während Rum mittels Brennkolben destilliert eher mild und blumig sind, produziert die kontinuierliche Destillation eher leichteren und eleganteren Rum. Der wasserhelle Rum reift nach der Destillation in gebrauchten Holzfässern aus Limousin-Eiche in alten Kellern über mehrere Jahre. In den Fässern wurde vorher Cognac, Armagnac oder Whisky gealtert.