Heike M. Piehler
Tatsächlich bis ins Jahr 1953 gehen die Anfänge der Computerkunst zurück, als Ben F. Laposky sogenannte Oscillons von einem Oszillographen abfotografierte und mehr als 50 von ihnen in einer Ausstellung veröffentlichte. Von einer genuinen Computerkunst ist allerdings erst zu reden, als in den 60er Jahren digitale Technik Einzug hielt.
In ihrem überaus kenntnisreichen Werk, das ursprünglich als Dissertation entstand, verschafft uns Heike M. Piehler einen umfassenden Überblick über die Anfänge dieser faszinierenden Kunstrichtung, die sie etwa bis ins Jahr 1970 verfolgt. Gerade die Kombination aus mathematischer Konstruktion einerseits und dem Zufall andererseits war es, der die frühe Computerkunst aus der Taufe hob und die der Begründer der Informationsästhetik, Max Bense, als "künstliche Kunst" bezeichnete.
Der Generativen Informationsästhetik ist in Piehlers Werk denn auch ebenso ein eigenes Kapitel gewidmet wie der Konstruktiven Computergraphik, dem Picture Processing und den frühen Formen des Computer Aided Designs ? wichtige Meilensteine hin zu dem, womit uns heutzutage gänzlich computergenerierte abendfüllende Spielfilme zu begeistern vermögen.
Nicht zuletzt aber macht uns Heike M. Piehler mit wichtigen Ausstellungen zur frühen Computerkunst bekannt, während 91, zum Teil farbige, Abbildungen ihr Werk abrunden.