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JANUAR_03:
Jammern
erzeugt Paradoxien und vermehrt sich dadurch selbst!
Im Jammern
entsteht eine "schlechte Unendlichkeit" um einen Begriff Hegels zu gebrauchen
(zitiert nach Kurt
Klagenfurt "Technologische Zivilisation und transklassische Logik"
suhrkamp S. 54). Der Ausweg aus einer schlechten Unendlichkeit wird
allerdings nicht mit dem erhobenen Zeigefinger gefunden. Aufforderungen
wie: "weniger Jammern, mehr konstruktiv denken" oder "tun, statt Jammern"
sind vielleicht gut gemeint, aber völlig sinnlos und sogar kontraproduktiv.
Je mehr zum Beispiel Politiker auf diese Art das Jammern bekämpfen wollen,
desto mehr sind sie selbst an der Entstehung der Paradoxie beteiligt,
da sie ja eigentlich selbst über das Jammern jammern. "Jetzt
mal Ernst" von Franz Stowasser
Raus
aus dem Jammertal
eine Aktion von :das Zukunftsinstitut
"Die Zukunft
ist auch nicht mehr so wie früher!"
So hat der bayrische Kabarettist Karl Valentin das Dilemma beklagt,
nie so genau zu wissen, was die Zukunft bringen wird. Der amerikanisch-österreichische
Wissenschaftler Heinz von Foerster bemerkte einmal: "Wir können nur
Fragen entscheiden, die nicht berechenbar sind!" Wissen um die Zukunft
und freies Entscheiden stehen im Widerspruch. Wenn ich nämlich genau
weiß, was sein wird, dann sagt mir dieses Wissens, dass ich den Lauf
der Dinge nicht mehr beeinflussen kann. Damit ist mir aber auch jede
Möglichkeit genommen, frei zwischen verschiedenen Handlungsalternativen
zu entscheiden, weil ich eben schon weiß, was passieren wird, weil ich
weiß, wie ich mich entscheiden werde. PERSPEKTIVEN
von Ernst Kotzmann und Wolfgang Neuhaus
Bleiben Sie optimistisch!
mit freundlichen Grüßen
Ihr Matthias Ditsch und Ihre Zhu Luo-Ditsch
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